Energie & Balance Andrea Kiefer

ENERGIE & BALANCE

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Schmerzgedächtnis - Der Körper vergisst nie!
21.08.2019 16:03

Schmerz ist ein unverzichtbares und überlebenswichtiges Signal des Körpers.

Es macht uns darauf aufmerksam, dass irgendwas "körperliches" nicht stimmt. Ohne Schmerz wäre Veränderung nicht möglich, denn Schmerzen zwingen uns innezuhalten, nachzudenken und zu verändern! Inwieweit dies geschieht, bestimmt jeder selbst.

Aber was geschieht bei Schmerzen eigentlich in unserem Körper?

Medizinisch formuliert: Schmerzrezeptoren werden angeregt und geben diese Information ans Gehirn und das Rückenmark weiter. Wie stark ein Mensch Schmerzen empfindet ist individuell. Halten Schmerzen nun längere Zeit an oder sind besonders stark, werden sie chronisch. D.h., das Warnsystem reagiert nicht mehr wie üblich, der Körper wird überempfindlich! Jeder 5.Patient der zum Arzt geht, hat chronische Schmerzen.

Der Körper "merkt" sich, Schmerzen über einen längeren Zeitraum, das sogenannte Schmerzgedächtnis. Mediziner sprechen hier auch von zellulären Lernprozessen!  Man hat Schmerzen, obwohl die eigentliche Ursache bereits längst behoben wurde, wie z. B. bei Phantomschmerzen nach Amputationen.

Vergleichen Sie es mit Vokabeln pauken: wenn man immer wieder die selben Vokabeln lernt, speichert unser Gehirn diese im Langzeitgedächtnis ab.

Und so werden Schmerzen auch "abgespeichert".

Die Wissenschaft erklärt es so: Wir ein Informationsweg über eine Synapse häufig verwendet (z.B. bei langanhaltendem Schmerz) verändert sich diese Synapse; sie wird grösser und arbeitet effektiver. Wie bei einer Autobahn! Viele Autos, viel Verkehr - Strassen werden grösser und breiter, damit noch mehr Verkehr fliessen kann! Diese Art und Weise überlastet das System und deshalb reagiert es empfindlicher darauf.

Was kann man tun????

Eine gute Nachricht! Das Schmerzgedächtnis lässt sich löschen!  Dazu braucht es allerdings auch einen ganzheitlichen Denkanstoss!

Wenn ich ganzhaitlich sage, meine ich damit, das wir unseren Körper nicht wie ein Auto sehen dürfen. Was kaputt ist, wird repariert, rausgescnitten, entfernt, ersetzt...so funktioniert das leider nicht!

Wir bestehen nicht nur aus einem Körpermit seinen Knochen, Sehnen, Bändern, Muskeln, Blutgefässen, Organen etc., sondern wir haben auch eine Seele und Gefühle. Das ist oft das Problem an der Medizin, sie trennt es. Doch manchmal reicht es eben nicht, nur den Körper "reparieren" zu wollen!

Nehmen wir z. B. Rückenschmerzen!

Bei vielen Menschen sind diese chronisch und haben nicht immer eine anatomische Ursache!  Meist ist es ein Hilfeschrei der Seele, ein Hilfeschrei zur Veränderung, ausgelöst durch Stress, Ängste oder andere Belastungen.

Unsere heutige Lebensweise ist nicht unbedingt Rückenfreundlich. Aber auch unsereGefühle spielen hier eine grosse Rolle. Der Schmerz bringt zum Ausdruck, inwiefern eine Lebenssituation und das eigene Verhalten dazu beitragen, den Rücken zu belasten. Unser Körperist so ausgelegt, dass er in sekundenschnelle komplexe Bewegungen ausführen kann.

Leidet man nun unter Stress und heftigen Emotionen, kann aber nicht wie in früheren Zeiten mit Flucht oder Angriff reagieren, sondern entzieht sich der Situation oder "erträgt" sie einfach, verkrampfen sich die Muskeln. Die Folge sind Verspannungen und Schmerzen im Rücken, Hexenschuss etc.

Der Rücken gilt als unser stabiles Fundament.

Laden wir uns zuviel auf oder ertragen wir zuviel,

brechen wir buchstäblich zusammen!

 

 

 

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